ein Roder Thewes

Christof Thewes - trombone
Jan Roder - bass





1 Gottlob 03:20
2 Zing 05:15
3 Felsenkeller 13:28
4 Resonanz 02:47
5 Terminus 2:44
6 Golem 04:52
7 Kogge 04:08
8 Central 06:38
9 Mathilda 04:28



Credits

Recorded Spielraumstudios, Heiligenwals on May 1st 2016
Mixed At – Spielraum Studio Heiligenwald
Mastered At – Spielraum Studio Heiligenwald
Artwork – Jan Roder
All music by Christof Thewes and Jan Roder
Cover – Jan Roder
Photos by - Jan Roder
Photos of Thewes and Roder by - Alexander Schaffer
Mixed By, Mastered By – Christof Thewes, Martin'Schmiddi' Schmidt*
Recorded By – Martin Schmidt



first review of 'Ein Roder Thewes' by Rigobert Dittmann in

Bad Alchemy


EIN RODER THEWES Nine After Midnight (gligg Records, gligg 137): So wie's aus­sieht, haben Jan Roder und Christof The­wes die ersten gemeinsamen Bierchen spätestens in Ulrich Gumperts Workshop Band geleert und gleich weitergesquakkt mit Michael Griener, im August 2008. Für so manches 'Trinklied' kam Rudi Mahall dazu, zuletzt erst wieder in Die Enttäu­schung. Aber am Tag der Arbeit 2016 waren die beiden im Spielraumstudio Heiligenwald für sich, nur Kontrabass und Posaune. Falls es diese Kombination schon gegeben hat, dann wohl nicht allzu oft. Aber es geht dabei nicht ums Kuriose, vielmehr um die Finger- und Lippen­tänzchen zweier Virtuosen, deren Klang­spektrum so bodenlos ist wie ihre Phan­tasie. Mit stupender Eloquenz kosten sie einen 'Felsenkeller' als 'Resonanz'-Raum aus, singen Gottes Lob mit viel O und nehmen sich den 'Golem' zum Vorbild. Thewes blubbert, knört, schmiert und brustet wie ein schnaubendes Ross, und Roder lässt dazu die Saiten blubbern, dass es nur so zingt. Auf glissandierendes Legato hat er mit summenden Bogen­strichen die passende Antwort, an quä­kenden Lauten klebt er wie ein Schatten, gluckend stärkt er Thewes Toddlerei den Rücken. Aber Roder ist auch hautnah dran, wenn Thewes in Grauzonen rutscht, und murmelt parallel, wenn die Posaune schnelle Kürzel furzelt. Der Bogen federt auf den Saiten feine Triller, Thewes knabbert dazu erst nur am Blech und brütet dann in gedämpfter Melancholie, ein Nachtgesang fast unisono und voller Os und Us. Sie buchstabieren D-u-o und singen Oh du, swing low und Go, Golem, Go. Thewes bläst Ü und über, Wahwah, Growls, brodelig, tüdelig, Roder erwidert mit pelzig sprechenden Tupfern, samtigem Summen, kleinen Ruckern, jederzeit bereit zu Kapriolen und Oktavsprüngen. Kein Wunder, dass Aki Takase (Tama), Silke Eberhard, Schlippenbach (Monks Casino), Andreas Willers (Derek plays Eric) und sogar Pastor Henning Ernst (Soulisten) sich nach seinen Fingern die Finger lecken. Ich brauche einige Sekunden, bevor ich merke, dass das Summen aus meinem Kopf und von der Kehrmaschine draußen und nicht mehr von Ro/wes kommt. [BA 96 rbd]




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